Meinung #42

Datum: 6. Mai 2014 / Kategorien: Verkehr / Schlagworte: /
„Das Ampelaufgebot auf der Zähringerstraße – neuer Gleisabschnitt – führt zu unnötigen Rückstaus (Reutebachgasse/Bernlappstraße) und belastet die Anwohner des eh schon stark befahrenen Schleichwegs Fillibachstraße/Wildtalstraße/Berggasse.“

Fam. B. aus Zähringen

Antonio Fusco

Ihr CDU-Kandidat für den Freiburger Stadtrat

Antonio Fusco (46), Polizeibeamter, Zähringen

Sehr geehrte Fam. B.,

die Anfrage ist zufällig an mich zur Beantwortung gegangen. Wie Sie richtigerweise geschrieben haben, hat die Anzahl der Ampeln (Lichtzeichenanlagen) im Bereich des neuen Gleisabschnittes der Zähringerstraße zugenommen und verhindert den Verkehrsfluss. Eine „Grüne Welle“ scheint nicht eingerichtet, die Ampelschaltung ist verbesserungswürdig.
Als Hauptverkehrsstraße hat die Zähringerstraße den Verkehr zu bündeln und zu leiten. Bei Rückstaus sind die von Ihnen genannten Verkehrsverlagerungen die Folge. Viele Radfahrer weichen, wie Sie bestimmt auch schon bemerkt haben, auf die breiten Gehwege der Zähringerstraße aus, um nicht jedes Mal an der Ampel ausgebremst zu werden oder meiden den engen Kontakt auf den schmalen Fahrstreifen.
Der Schleichverkehr (Fillibachstraße, Rötebuckweg, Im Gärtle, Rotackerstraße, Wildtalstraße, Berggasse) scheint seit der Bautätigkeit der Stadtbahnverlängerung augenscheinlich zugenommen zu haben. Der Straßenzustand bestätigt diesen Eindruck.

Im Abschnitt Verkehr des Planfeststellungsbeschluss zur Stadtbahnverlängerung Zähringen kam die Behörde (Regierungspräsidium Freiburg) zum Ergebnis, dass es keine Verlagerung des Verkehrs in die Wohngebiete des oberen Zähringens geben wird (Schreiben vom 30.03.2010). In meinem damaligen Einspruch zur Verkehrsplanung der Stadtbahnverlängerung an das RP Freiburg habe ich auf die Verlagerung des Verkehrs in den von Ihnen genannten Gebieten hingewiesen. Das beauftragte Gutachten der Fa. R+T sah diese Verlagerung nicht und daher wurde der Einwand abgewiesen.

Es gilt meines Erachtens zunächst Fakten zu schaffen und eine automatisierte Verkehrszählung an den betroffenen Straßen beim Regierungspräsidium zu beantragen. Ich habe im Vorfeld der Bautätigkeit Stadtbahnverlängerung 2009 bereits eine Verkehrszählung im Bereich Fillibachstraße/Rötebuckweg/Rotackerstraße initiiert. Sollten die Zahlen eine Verkehrsverlagerung bestätigen, könnten daraus bautechnische oder verkehrsregelnde Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung folgen. Die Zählung könnte aber auch ergeben, dass die Verkehrsbelastung gleich geblieben ist und nur unser Lärmempfinden mit den Jahren zugenommen hat. Sofern Sie einverstanden sind, würde ich den Antrag übernehmen und Sie auf dem Laufenden halten.

Die Ampeln auf der Zähringerstraße werden in der Anzahl wohl so bleiben, auch wenn es noch Gespräche bezüglich der Verkehrsführung im Nachgang mit dem Bürgerverein Zähringen geben wird.
Ich möchte daran erinnern, dass vor ein paar Jahren versuchsweise die Fußgängerampel im Bereich Reutebachgasse/Zähringerstraße abgeschaltet wurde, was zu großen Unmut in der Bevölkerung geführt hat. Für mich ist die Ampelwut nicht nachvollziehbar! Es hätten im Haltestellenbereich der Stadtbahn Reutebachgasse, in der Tempo 30 Zone, auch Zebrastreifen als Querungsmöglichkeit für Fußgänger ausgereicht.
Die beste Argumentation, dass nicht jede Querung der Stadtbahn eine Lichtzeichenanlage benötigt, ist die Querungsmöglichkeit Okenstraße/Habsburgerstraße. Hier gibt es zwei Fahrstreifen in jede Richtung, Stadtbahn, abbiegender Verkehr und trotzdem weit und breit keine Ampel. Die Fußgängerquerung erfolgt dort in der 50 km/h Zone durch Zebrastreifen.

Mit freundlichen Grüßen

Antonio Fusco
Vorsitzender CDU Zähringen
Listenplatz 23


Meinung #37

Datum: 7. März 2014 / Kategorien: Verkehr / Schlagworte: , , /
„In der Wiehre, Littenweiler und Waldsee werden 30 km/h-Zonen zu wenig kontrolliert. Richtig krass hetzen Zeitgenossen in der Lindenmattenstraße, Kappler Straße und der Heinrich-Heine-Straße, obwohl FH, Kindergärten, Seniorenanlagen, Bahnhofsausgang und Straßenbahnhaltestelle viel Laufverkehr ergeben.“

anonym

Moritz Wigand

Ihr CDU-Kandidat für den Freiburger Stadtrat

Moritz Wigand (20), Schüler

Vielen Dank für Ihren Hinweis liebe Freiburgerin, lieber Freiburger,

auf die Verkehrsproblematik an den von Ihnen genannten Straßen wurden wir nun schon mehrere Male hingewiesen. Wir wissen, dass es sich bei der Einhaltung der Geschwindigkeit in den Tempo 30-Zonen um ein akutes Problem handelt. Vor allem, wenn dort viele Fußgänger, insbesondere Kinder und Ältere, unterwegs sind. Die Tempo 30- Zonen in Freiburg werden sehr kontrovers diskutiert. Besonders die Autofahrer sind genervt von den sich ständig verschärfenden Verkehrsregelungen. Trotzdem steht die Lebensqualität und Sicherheit der Anwohner an erster Stelle. Deshalb ist Ihr Anliegen für mich absolut nachvollziehbar, gerade wegen den von Ihnen genannten Einrichtungen, aber auch weil die Anwohnerschaft durch den Verkehr und die daraus resultierende Lärmbelästigung leidet.
Gegen die Raser hingegen hilft vermutlich nur das Aufstellen von Blitzern. Diese sind an den besagten Straßen nicht vorzufinden. Auch Schilder mit der Bitte auf Rücksichtnahme auf Kinder oder Verengungen der Fahrbahn wie am Beispiel Lorettostraße, wären eine Alternative. Wir werden die von Ihnen geschilderte Problematik diskutieren dem Verkehrsamt Lösungsvorschläge vorlegen.

Mit freundlichen Grüße,

Moritz Wigand


Meinung #32

Datum: 14. Februar 2014 / Kategorien: Verkehr / Schlagworte: , /
„Freiburg braucht eine Umgehung zur Schwarzlwaldstraße. Beim Unfall am 30. Januar zum Beispiel war alles blockiert!“

anonym

Michaela Gnann

Ihre CDU-Kandidatin für den Freiburger Stadtrat

Michaela Gnann (30), selbstständige PR-Beraterin & Redakteurin, Ebnet

Liebe Freiburgerin, lieber Freiburger,

auch ich war von dem Unfall betroffen und musste einen Abendtermin absagen, da es schlichtweg kein Durchkommen gab. Ich kann Ihre Meinung also sehr gut nachvollziehen. Die Polizei hat versucht, durch rasches Eingreifen und eine veränderte Wegeführung über die Kartäuser- und Waldseestraße sowie das Glottertal für Fahrzeuge aus dem Schwarzwald kommend, den vollständigen Verkehrskollaps zu verhindern. Dennoch verbrachten Autofahrer teilweise mehrere Stunden in ihren Fahrzeugen. Das ist natürlich ärgerlich. Der Zeitpunkt des Unfalls zum gerade aufkommenden Feierabendverkehr, wie an diesem Donnerstagnachmittag, hätte unglücklicher nicht sein können. Ich bin froh, dass Rettungs- und Einsatzkräfte dennoch rasch am Unfallort eintrafen, um schlimmere Folgen für den verletzten Fahrer oder andere Verkehrsteilnehmer zu verhindern.

Eine Umgehungsstraße zur Schwarzwaldstraße lässt sich allerdings nicht so einfach umsetzen. Dagegen sprechen topo- wie geografische Eigenheiten unserer Stadt und die Finanzierung von Infrastrukturprojekten.
Der Stadttunnel, der laut der letztes Jahr bekannt gewordenen Prioritätenliste des Landes in greifbare Nähe gerückt ist, kann zu einer Entspannung des Verkehrs in der Innenstadt sorgen. Unter den gegebenen Vorzeichen sind das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte sowie die konsequente Ausweichroute, die beim jüngsten Unfall auf der Schwarzwaldstraße genutzt werden konnte, die besten Möglichkeiten in einem solchen Ernstfall, der sich hoffentlich nicht so schnell wiederholen wird.

Viele Grüße,

Michaela Gnann


Meinung #31

Datum: 12. Februar 2014 / Kategorien: Verkehr, Wohnen & Stadtentwicklung / Schlagworte: , , , /
„Freiburg sollte gleichmäßig bebaut und die Mieten gedeckelt werden. Parkmöglichkeiten zu jeder Wohnung sollten Pflicht sein und das Parken auf den Straßen verboten werden. Die Innenstadt sollte total verkehrsberuhigt werden.“

anonym

Carola Sonne

Ihre CDU-Kandidatin für den Freiburger Stadtrat

Carola Sonne (60), Professorin und Kommunikationstrainerin aus Waltershofen

Liebe Freiburgerin, lieber Freiburger,

Sie formulieren eine Vision, die sicher viele Freiburger unterschreiben würden.

Manches, was den Weg dorthin ebnet, ist bereits angepackt worden. An manchem müssen wir noch arbeiten. Wer jemals tiefer in Flächennutzungs- und Bebauungspläne eingestiegen ist, muss anerkennen, dass zurzeit wirklich jede Fläche auf Bebaubarkeit überprüft wird. Auch ich wünsche mir erschwingliche Mieten für Freiburg. Würde man sie deckeln, entfiele aber ein Anreiz für Unternehmen, Wohnungen zu bauen. Bevor wir zu dieser Keule greifen, sollten wir besser zügig neue Baugebiete ausweisen.

Bereits jetzt müssen bei Neubauten Stellplätze eingeplant werden. Das Parken ganz zu verbieten, träfe die Besitzer und Bewohner älterer Häuser und Wohnungen. Ich finde: Lieber mehr Häuser als zusätzliche Anwohnerparkplätze abseits der Straßen.

Bei der Verkehrsberuhigung schreitet Freiburg ja zügig voran. Seit Fertigstellung des Cityrings ist der Weg frei, den Rotteckring von der Rampartstraße bis zur Eisenbahnstraße als Fußgängerzone zu gestalten. Zentrum dieses Konzepts ist der neugestaltete Patz der Alten Synagoge. Geht noch mehr Beruhigung? Ich meine: Ganz ohne Liefer- und Anwohnerverkehr gäbe es auch keine lebendige Innenstadt.

Herzliche Grüße,

Ihre Carola Sonne


Meinung #22

Datum: 5. Februar 2014 / Kategorien: Verkehr / Schlagworte: /
„Die Kappler Straße ist in desolatem Zustand. Laut, wenn LKWs vorbeifahren. Geschwindikeitsbegrenzung!“

Erich Z.

Hermann Dittmers

Ihr CDU-Kandidat für den Freiburger Stadtrat

Hermann Dittmers (54), Geschäftsführer der Sparkassenbeteiligungsgesellschaft Freiburg / Ortsvorsteher Freiburg – Kappel

Sehr geehrter Herr Z.,

Auch ich benutze die Kappler Straße sehr häufig und teile ihre Einschätzung. Grundsätzlich bin ich dafür mehr Geld in die Unterhaltung der bestehenden Straßeninfrastruktur zu investieren.

Für eine Geschwindigkeitsbeschränkung aus Lärmschutzgründen liegen jedoch keine nachweisbaren Anhaltspunkte vor. Im Rahmen der Lärmkartierung für den Lärmaktionsplan konnten keine Überschreitungen der einschlägigen Grenzwerte festgestellt werden. Eine Geschwindigkeitsreduzierung könnte nur mit Zustimmung des Regierungspräsidiums erfolgen, die jedoch bei fehlender Grenzwertüberschreitung nicht erteilt werden kann.

Mir wurde auf Nachfrage bei der Stadt Freiburg mitgeteilt, dass entsprechend des Straßenzustands vorgesehen ist, bei Bereitstellung der erforderlichen Mittel, im Rahmen des kommenden Doppelhaushalts 2015/2016 mit der Sanierung in der Kappler Straße zu beginnen.

Ich werde mich bei den Haushaltsberatungen hierfür einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Hermann Dittmers


Meinung #4

Datum: 23. Januar 2014 / Kategorien: Verkehr /
„Diese 30 km/h Zonen nach 22 Uhr sind unnötig!
Wofür braucht man einen Theater-Vorplatz? Es fehlt dadurch eine Nord-Süd-Strecke, die den Verkehr entspannt hat.“

Felix H.

Martin Braun

Ihr CDU-Kandidat für den Freiburger Stadtrat

Martin Braun, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der Mittelstandsvereinigung Baden Württemberg

Sehr geehrter Herr H.,

genau wie Sie sehe ich die zeitlich unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen in Freiburg sehr kritisch. Diese sorgen tagsüber für schleichenden Verkehr durch die permanente Verunsicherung der Verkehrsteilnehmer.
 Und in der Nacht werden meiner Meinung nach Durchreisende abkassiert, da es für Autofahrer nicht sofort ersichtlich ist, dass sie sich in einer 30er Zone befinden. 

Die Sperrung des Werder- und Rotteckrings sorgt für eine Verschiebung der Stauknoten in Freiburg.
 Für Auswärtige wird außerdem eine Tiefgarage schwieriger zu erreichen und dies führt zu Staus an der Uni-Garage. 
Ob wir hier eine Attraktivitätssteigerung der Einkaufsstadt Freiburg erreichen, bezweifle ich sehr stark.
Meine Meinung: Es darf in Freiburg keine weitere Verschlechterung der Anfahrtssituation geben.

Ihr Martin Braun


Meinung #2

Datum: 22. Januar 2014 / Kategorien: Verkehr / Schlagworte: , , , /
„Die Straßenbahnline 1 ist fast zu jeder Zeit deutlich überfüllt. Nicht nur, dass das unangenehm ist, hier liegt ein großes Gefahrenpotential. Was passiert, wenn es zu einem Unfall kommt? Wer trägt am Ende die Konsequenzen?“

Tilman M. aus Betzenhausen

Michaela Gnann

Ihre CDU-Kandidatin für den Freiburger Stadtrat

Michaela Gnann (30), selbstständige PR-Beraterin & Redakteurin, Ebnet

Hallo Herr M.,

vielen Dank für Ihre Meinung. Ich selbst bin auch häufig mit der 1 unterwegs, kann Ihren Eindruck daher bestens nachvollziehen. Grundsätzlich müsste man die VAG auffordern, eine Machbarkeitsanalyse durchzuführen, inwieweit die Taktung erhöht oder zusätzliche Wagen angehängt werden könnten (letzteres ist jedoch die kostspielige Variante und kann nicht so schnell umgesetzt werden).
Mitunter müssten daraufhin weitere Anpassungen am Fahrplan und der Synchronisation mit den anderen Linien eruiert werden. Unabhängig davon spielt auch die Ausweitung/Verbesserung des regionalen S-Bahnnetzes eine entscheidende Rolle. Ein wunderbares Beispiel sind hier zum Beispiel die Höllentalbahn und parallel die von Ihnen genannte Linie 1, die mit hoher Wahrscheinlichkeit schnelle Verbesserungen erfahren würden.

Zum Thema Sicherheit kann man davon ausgehen, dass von Seiten der VAG diese ständig im Auge behalten bzw. auch weiterverbessert wird. Wie zum Beispiel an den Fronten (Aufprallflächen) als auch im Inneren; unabhängig davon natürlich durch die stetige Auswechslung von alten Waggons. Dies ist natürlich jedoch auch immer eine Geldfrage, wie schnell dies gemacht werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Michaela Gnann